Entstehung des Medienpaketes
Zusammen mit der Initiativgruppe des Projekts „…mal ganz viel Ich“ hat das Frankfurter Kinderbüro Geschwistern schwer erkrankter oder bereits verstorbener Kinder kleine Auszeiten vom familiären Alltag in Form von Ferienfreizeiten organisiert. In diesen konnten die Kinder viele Abenteuer erleben, ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich einmal nach Herzenslust frei und laut austoben. Es entstand der Dokumentarfilm „Drei Wünsche von Handloh“ und im hauseigenen Trickfilmstudio lustige, zauberhafte oder geheimnisvolle Trickfilme, die die Kinder zusammen mit einem Trickfilmschaffenden produzierten. Die Kinder nutzten alle Angebote, um fast nebenbei ihr besonderes Thema zu bearbeiten.
Im Laufe dieses Projekts wurde klar, wie häufig es Erwachsenen schwer fällt, über die Themen Krankheit, Trauer und Tod mit Kindern zu sprechen. Aus diesem Grund entwickelte das Frankfurter Kinderbüro ein Medienpaket, das durch Information, Projektideen und methodische Vorschläge dabei hilft, Kinder an diesen schwierigen, oft tabuisierten Themen teilhaben zu lassen.
Das Medienpaket „Können Engel fliegen? Gespräche mit Kindern über das Leben und Sterben“ ist eine mediengestützte Informations- und Methodensammlung. Sie wurde vom Frankfurter Kinderbüro entwickelt, um Pädagog*innen dabei zu unterstützen, Krankheit, Tod und Trauer altersgerecht mit Kindern zu besprechen. Denn es ist gerade bei belastenden Themen wichtig, Kindern zu vermitteln, dass man sie ernst nimmt, kein Thema tabu ist, gewisse Gefühlszustände ganz normal sind, und dass sie ehrliche Antworten bekommen werden. Dazu können wir Kindern die nötigen Werkzeuge an die Hand geben: Die Erfahrung offener Gespräche, Wissen über ihre Emotionen und Gefühlsausdrücke, Wortschatz, und Empathie gegenüber anderen Menschen in besonderen Lebenslagen.
Das Medienpaket enthält
- ein Handbuch mit sorgfältig aufbereiteten Inhalten zu den Themen Tod, Verlust, Krankheit, besondere Lebenslagen und emotionale Kompetenzen,
- den Dokumentarfilm „Drei Wünsche von Handloh“ in einer 30-minütigen Fassung,
- einen Trickfilmworkshop mit vielen nützlichen Tipps und ausführlichen Anleitungen zur Produktion eines eigenen Films,
- den Lückencomic „Plötzlich Anders“ und
- Methodenkarten