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Mitochondriopathie

Die Zelle als kleinster Baustein des Körpers hat ihr eigenes „Kraftwerk“ – die Mitochondrien. In ihnen wird aus Fett und Kohlenhydraten die zum Leben der Zelle notwendige Energie (Adenosintriphosphat = ATP) hergestellt. Gesunde Mitochondrien können sich vermehren, wenn mehr Energie gebraucht wird und wenn genügend Enzyme, Kalzium, Magnesium und Phosphor vorhanden ist. Die Mitochondrien sollten gepflegt werden, weil eine Einschränkung einen Leistungsabfall und diverse Krankheiten zur Folge haben können. Das ist wie bei einem Handy, wenn der Akku schwach oder leer ist und nicht mehr aufgeladen werden kann.

Bislang sind etwa 50 Krankheiten (Mitochondriopathien) bekannt, die durch mitochondriale Fehlfunktionen hervorgerufen werden und die sich meistens durch massive Schwäche, Müdigkeit und Ähnliches bemerkbar machen. Mitochondriopathien betreffen überwiegend das besonders energieabhängige Nerven- und Muskelsystem. Besonders viele Mitochondrien befinden sich in Zellen mit hohem Energieverbrauch; das sind unter anderem Muskelzellen, Nervenzellen, Sinneszellen und Eizellen.

Patienten mit mitochondrialen Erkrankungen können vielfältige Beschwerden aufweisen.
Häufig kommt es vor allem in besonders energieabhängigen Organen zu Störungen:
- im Gehirn (Verlangsamung oder Verhinderung der Entwicklung, Gangunsicherheit, Gehstörungen, Lähmungen, epileptische Krämpfe)
- in Muskeln (Schlaffheit), Herz (Herzschwäche) und Auge (Sehstörung bis zur Erblindung)

Da es sich um Erbkrankheiten handelt, ist eine ursächliche Therapie nicht möglich, nur eine Symptomlinderung. Als allgemeine Behandlungsmaßnahmen sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Energie in Form von Traubenzucker und Fetten, Flüssigkeit und Mineralien geachtet werden und Zustände mit erhöhtem Energieverbrauch vermieden beziehungsweise behandelt werden.